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Unsere Imkerei

Wer wir sind, wie wir arbeiten – und warum drei Kinder die besten Lehrmeister sind

Unsere Geschichte

Wie alles begann – vom ersten Bienenstich zur Leidenschaft

Alles fing mit einer einfachen Frage unserer Kinder an: „Papa, wie kommt der Honig ins Glas?" Statt einer einfachen Antwort beschlossen wir, es gemeinsam herauszufinden. Wir besuchten einen Imkerkurs, lernten die Grundlagen und wurden bald von der Faszination gepackt, die die Welt der Bienen für uns bereit hielt.

Was als neugieriges Familienprojekt begann, wurde zur echten Hobbyimkerei. Heute betreiben wir mehrere Völker in Kleinschwarzenlohe – einem idyllischen kleinen Ort bei Wendelstein, südlich von Nürnberg. Die Natur hier ist wunderschön und bietet unseren Bienen eine reiche Tracht aus Wiesen, Obstgärten, Hecken und dem nahen Waldrand.

Der Name „Drei kleine Imker" ist natürlich kein Zufall. Unsere drei Kinder sind von Anfang an dabei – mit Schutzanzug, Raucherpfeife und strahlenden Augen. Sie haben uns gelehrt, mit kindlicher Neugier auf die Natur zu schauen. Und manchmal stellen sie die klügsten Fragen.

Die drei kleinen Imker

Die wahren Stars unserer Imkerei – und die besten Qualitätsprüfer!

Die Sammlerin 8 Jahre

Unsere Älteste ist die Chefin am Schleudergerät. Sie hilft beim Etikettieren, kennt jeden Honigtopf beim Namen und weiß genau, welcher Honig wie schmeckt – unser strengstes Qualitätsurteil!

Der Wabenträger 6 Jahre

Unser Mittlerer liebt es, die schweren Rähmchen zu tragen und hilft beim Entdeckeln. Er hat keine Angst vor Bienen – „Die mögen mich", sagt er, und er hat wohl Recht.

Die Staunende 4 Jahre

Unsere Jüngste staunt noch über alles. Ihre Lieblingsaufgabe: mit dem Finger durch den frischen Honig fahren. Der Gesundheitscheck läuft. Jedes Mal. Zuverlässig. 🍯

„Kinder zu Imkern zu erziehen bedeutet nicht nur, ihnen beizubringen, wie Honig entsteht. Es bedeutet, ihnen beizubringen, wie die Natur funktioniert – und warum es sich lohnt, sie zu schützen."

– Familie Blechinger-Kattwinkel

Unsere Imkerei-Prinzipien

So arbeiten wir – diese Werte sind uns wichtiger als maximale Ernte

Partnerschaft mit den Bienen

Unsere Bienen sind keine Produktionsmaschinen. Wir sehen sie als Partner. Wir entnehmen nur den Honig, der wirklich überschüssig ist – genug bleibt immer im Stock.

Natürlich & sanft

Wir setzen auf natürliche Methoden. Keine Antibiotika, keine chemischen Tricks. Varroa-Behandlung erfolgt ausschließlich mit zugelassenen Naturstoffen wie Oxalsäure.

Qualität vor Menge

Lieber weniger Honig, dafür echter und geprüfter. Jede Ernte wird von der LWG analysiert. Unser Honig wird nie erhitzt oder gefiltert – Qualität ist keine Kompromiss.

Echte Regionalität

Unser Honig kommt aus Kleinschwarzenlohe. Nur von hier. Keine Mischungen, keine Importe. Was auf dem Etikett steht, kommt auch von dort.

Bildung & Verantwortung

Imkerei ist Naturbildung. Wir möchten Kindern zeigen, wo Honig herkommt – und warum Bienen so wichtig für unser Ökosystem sind. Deshalb sind unsere Kinder immer dabei.

Leidenschaft statt Profit

Wir sind Hobbyimker. Kein gewerbliches Unternehmen, keine Massenproduktion. Das bedeutet: Jedes Glas wird mit echter Leidenschaft gemacht – weil wir es wollen, nicht müssen.

Hygiene & Qualitätssicherung

Sauberkeit ist für uns kein optionales Extra – sondern selbstverständlicher Teil unserer Imkerei

Saubere Hände, saubere Arbeit

Bei jeder Ernte, jedem Abfüllvorgang und jeder Kontrolle gilt: frisch gewaschene Hände, saubere Werkzeuge. Die Kinder sind dabei – sie lernen so von klein auf, wie wichtig Hygiene im Umgang mit Lebensmitteln ist.

LWG-Laboranalyse

Jede Ernte wird an die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) eingeschickt und dort unabhängig analysiert. Nur Honig, der die strengen Qualitätskriterien erfüllt, kommt in den Verkauf.

Schonende Verarbeitung

Unser Honig wird niemals erhitzt und nicht ultrafein gefiltert. So bleiben alle natürlichen Enzyme, Pollen und Aromastoffe erhalten. Der Honig bleibt so, wie ihn die Bienen übergeben haben.

Neue Gläser, frische Deckel

Wir verwenden ausschließlich neue Lebensmittelgläser mit unversehrten Deckeln. Jedes Glas wird direkt nach dem Abfüllen versiegelt und erst beim Kunden geöffnet – keine Kompromisse.

Keine Zusatzstoffe

In unseren Honig kommt nichts hinein außer Honig. Keine Konservierungsmittel, keine Aromazusätze, kein Wasser, keine Mischungen mit fremden Sorten. Was auf dem Etikett steht, ist im Glas.

Das Imker-Jahr – was wann passiert

Das Leben der Bienen und unsere Arbeit folgen dem Rhythmus der Natur

Januar & Februar – Winterruhe
Das Volk sitzt als Wintertraube zusammen und hält sich warm. Der Imker lässt die Bienen in Ruhe und prüft nur von außen: Stimmt das Gewicht der Beute noch? Haben sie genug Honigvorräte? Bei mildem Wetter können erste kurze Reinigungsflüge stattfinden.
März – Erwachen
Die ersten wärmeren Tage – die Bienen werden aktiver! Jetzt beginnt die Königin wieder verstärkt Eier zu legen. Der Imker öffnet den Stock zum ersten Mal und schaut nach dem Volk. Erste Weidenkätzchen und Hasel blühen – erste Pollen für die Bienen!
April – Frühjahrsentwicklung
Das Volk wächst schnell. Obstbäume, Löwenzahn, Raps – die erste große Tracht beginnt! Die Bienen fliegen fleißig und sammeln massenhaft Nektar und Pollen. Der Imker kontrolliert regelmäßig auf Stifte (Eier der Königin), prüft den Gesundheitszustand und gibt bei Bedarf Ablegerkästen hinzu. Schwarmstimmung beginnt aufzukommen!
Mai/Juni – Schwarmzeit & erste Ernte
Jetzt ist die Imkerei am intensivsten! Die Bienen wollen schwärmen – eine neue Königin soll ein neues Volk gründen. Der Imker muss täglich die Weiselzellen (in denen neue Königinnen heranwachsen) kontrollieren. Schwärme aufzufangen ist eine Kunst für sich! Gleichzeitig reifen die ersten Honigwaben: Erste Ernte – Blütenhonig cremig-mild! Schleudern, abfüllen, etikettieren – mit Kindern an der Seite ein echtes Fest.
Juli/August – Sommertracht, Ernte & Varroabehandlung
Linde, Phacelia, Rosengewächse und Waldtracht: Der Sommerhonig entsteht. Er ist dunkler und kräftiger als der Frühjahreshonig. Die Ernte im Sommer ist oft ergiebiger – das Volk ist auf seinem Höhepunkt. Zweite Schleuderung: Wald-/Blütenhonig ins Glas. Die Kinder helfen beim Aufkleben der Etiketten – jedes von Hand! Nach der Ernte folgt die erste Varroabehandlung mit Oxalsäure – im August, wenn die Brutnester noch aktiv sind.
September/Oktober – Wintervorbereitung
Das Volk wird fit für den Winter gemacht: Flugloch verkleinern, Mäusegitter einbauen, Wetterschutz prüfen. Der Imker kontrolliert den Gesundheitszustand und bereitet die Völker sorgfältig auf die kalte Jahreszeit vor.
Dezember – Brutfreie Zeit & zweite Varroabehandlung
Die Bienen ruhen – und genau das nutzen wir! In der brutfreien Zeit im Dezember erfolgt die zweite Varroabehandlung mit Oxalsäure. Ohne Brut sind alle Milben freiliegend auf den Bienen – so wirkt die Behandlung am effektivsten. Der Imker werkelt außerdem: Alte Rähmchen reparieren, Wachs reinigen, Gerätschaft pflegen und Weihnachtsgeschenke aus dem eigenen Honigglas verschenken – das schönste Geschenk aus der Imkerei! 🍯🎄

Standort & unsere Bienen

Unsere Völker stehen im Landkreis Roth – mitten in einer blütenreichen Landschaft

Landkreis Roth – Bienen-Paradies

Unsere Bienen stehen im Landkreis Roth – in und um Kleinschwarzenlohe, einem kleinen Ortsteil von Wendelstein südlich von Nürnberg. Die Standorte verteilen sich im Umkreis und bieten unseren Völkern eine reiche, abwechslungsreiche Tracht: Obstgärten, Blumenwiesen, Hecken und der nahe Waldrand von Frühjahr bis Herbst. Die ländliche Umgebung im Landkreis Roth kommt direkt dem Wohlbefinden unserer Bienen zugute.

Unsere Bienenrassen

Wir halten Carnica-Bienen (Apis mellifera carnica), auch Krainerbiene genannt – die friedlichste und sanftmütigste Rasse, ideal für die Arbeit mit Kindern. Carnica-Bienen sind fleißige Sammlerinnen, überwintern sparsam und sind robust gegen Krankheiten.

Daneben halten wir auch Buckfast-Bienen – eine von Bruder Adam im englischen Buckfast Abbey gezüchtete Rasse, bekannt für ihre Sanftmut, hohe Honigleistung und gute Gesundheit. Sowie die Dunkle Biene (Apis mellifera mellifera) – die ursprüngliche heimische Honigbiene Mitteleuropas, die besonders gut an unser regionales Klima angepasst ist und als erhaltenswertes Naturerbe gilt.

Häufige Fragen über unsere Imkerei

Wie behandeln wir gegen Varroa?
Die Varroa-Milbe ist die größte Bedrohung für Honigbienen. Wir behandeln ausschließlich mit Oxalsäure – einem natürlichen Stoff, der in vielen Pflanzen vorkommt (z.B. Rhabarber, Sauerklee). Die Behandlung erfolgt in zwei Schritten: Im August nach der Ernte als Oxalsäure-Verdampfung, und im Dezember in der brutfreien Zeit – wenn keine Brut vorhanden ist, wirkt die Behandlung am effektivsten, da alle Milben auf den Bienen sitzen. Keine Antibiotika, keine synthetischen Pestizide – nur was die Natur auch selbst kennt.
Ist unser Honig „bio"?
Wir sind keine zertifizierte Bio-Imkerei – dafür müssten wir in einem bestimmten Umkreis garantieren, dass keine konventionelle Landwirtschaft stattfindet, was wir nicht kontrollieren können. Aber: Wir arbeiten nach den strengsten Naturimker-Grundsätzen, verzichten vollständig auf Antibiotika und chemisch-synthetische Mittel. Unser Honig ist naturreiner als viele Bio-Produkte!
Wie viel Honig ernten wir pro Jahr?
Als Hobbyimkerei ist unsere Ernte natürlich begrenzt und stark wetterabhängig. Ein gutes Jahr kann pro Volk 15–30 kg Honig bringen, ein schlechtes nur 5 kg. Die Gesundheit der Bienen geht immer vor – was wir ernten, füllen wir in unsere Gläser.
Darf man uns beim Imkern zuschauen?
Das freut uns sehr! Wenn ihr Interesse habt, unsere Bienen einmal live zu erleben, meldet euch einfach per WhatsApp oder E-Mail. Bei passendem Wetter und genug Schutzanzügen zeigen wir gerne, wie eine Volkkontrolle aussieht. Besonders für Kinder ein unvergessliches Erlebnis!